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Makabrer Markenstreit: Ferrari jagt dänischen Bestatter 31.08.

Wer den Weltfußballverband Fifa bisher für einen ruppiger Verteidiger von Markenrechten hielt, kennt Ferrari nicht. Die italienische Sportwagen- und Formel Eins-Schmiede trägt gerade einen Logostreit aus, der selbst hartgesottene Markenrechtler schlucken lässt. Stein des Anstoßes ist ein mittlerweile verstorbener krebskranker Junge aus Dänemark, dessen Asche in einer Urne mit Ferrari-Emblem beigesetzt wurde. Jetzt fordert die Fiat-Tochter vom Bestattungsunternehmen Begravelses umgerechnet 32.000 Euro Schadenersatz, weil sie die Rechte am berühmten Ferrari-Wappen verletzt sieht.

Medienberichten zufolge hatten sich die Eltern des rennsportbegeisterten Jungen die Umgestaltung der Urne gewünscht. Für Ferrari gerät der Fall nun zum PR-Desaster. “Die Sache schreit zum Himmel”, zitiert die “FTD” das beklagte Bestattungsunternehmen. Auch die Fachwelt wundert sich: Das Vorgehen der Italiener “könnte einen erheblich größeren Imageschaden mit sich bringen als das Dulden der Markenrechtsverletzung”, zitiert das Blatt den Kopenhagener Markenberater Morten Nielsen. Ferrari rechtfertigt das ungewöhnliche Vorgehen damit, dass der Bestatter mit der gebrandeten Urne geworben habe. Begravelses bestreitet dies.

Quelle: wuv.de

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