Kofler plant bei Premiere hohe Renditen ein 30.07.
Premiere-Chef Georg Kofler will den Pay-TV-Anbieter nach der Rückkehr in die Bundesliga-Berichterstattung auf Rendite trimmen. “Mittelfristig müssen es 20 bis 25 Prozent vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen werden”, sagte Kofler der Zeitung “Euro am Sonntag”. Premiere müsse vergleichbare Renditen erzielen wie die europäischen Marktführer BSkyB in England oder Canal Plus in Frankreich. Das Kartellamt hatte Premiere vor kurzem eine Zusammenarbeit mit dem einstigen Konkurrenten Arena gestattet. Dadurch kann Premiere die Fußball-Bundesliga wieder übertragen.
Unter dem Strich zahlt Premiere laut Kofler für die aktuellen Bundesliga-Lizenzen 100 Millionen Euro pro Jahr. Arena erhält zusätzlich 16,4 Millionen Premiere-Aktien. Arena müsse die Anteile bis 30. Juni 2009 wieder verkaufen, dürfe bis dahin seine Stimmrechte nicht ausüben und sich nicht in die Geschäftspolitik von Premiere einmischen, sagte Kofler. Mit den Bundesliga-Rechten ist Premiere nach Einschätzung von Kofler auch als Übernahmeziel attraktiver geworden: “Es gibt Anfragen, weitere Kommentare möchte ich dazu nicht geben.”
Für das laufende Jahr hatte Premiere seinen Ausblick trotz der Zusammenarbeit zurückgeschraubt. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nun einen Umsatz von 1,04 bis 1,05 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 80 bis 100 Millionen Euro an.
Quelle: wuv.de


