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Öko-Kampagne: Hassia attackiert Danone 28.09.

Herausfordernd schaut Michaela, 27, aus Apolda in Thüringen, in die Kamera. “Von hier zur Quelle: 99 Kilometer. Von hier nach Évian-les-Bains: 825 Kilometer. Deshalb Thüringer Waldquell.” Das Motiv ist eines von zwei Plakaten, mit denen die Marke in den nächsten Wochen die Neueinführung ihrer 1,5-Liter-Viereckflasche bewirbt und dabei an das ökologische Gewissen appelliert (Agentur: Tequila). “Kurze Transportwege, weniger CO2-Ausstoß“, heißt es in der Werbung und “Jeder Schluck ist Klimaschutz.“

Den Ort Évian-les-Bains hat Nicole Körner, die Marketingchefin bei Thüringer Waldquell, nicht zufällig ausgewählt. Dort, in den französischen Alpen, liegt die Quelle, aus der sich die Mineralwassermarke Evian speist. Evian gehört wie Volvic, dessen Wasser aus der Auvergne kommt, zum Danone-Konzern. Beide Marken dominieren den deutschen Markt für Mineralwässer ohne Kohlensäure. Weil das Wasser aber von weit hertransportiert werden muss, will Körner nun auf die ökologisch korrektere Energiebilanz der Wasseralternativen aus der regionalen Quelle in Schmalkalden aufmerksam machen.

Die Zeit für Öko-Argumente ist günstig, seit die Politik den Klimaschutz entdeckt hat. “Es gibt gerade ein offenes Ohr für solche Themen“, sagt Ullrich Schweitzer, Marketing-Geschäftsführer bei Hassia, dem hessischen Mutterkonzern von Thüringer Waldquell. Die Marke sei durch ihr bisheriges Engagement glaubwürdig und surfe “nicht nur auf einer Modewelle mit“, sagt Schweitzer.

Dabei könnte es sein, dass Danone dem Treiben nicht gelassen zusehen wird. Hassia schließt Gegenwind jedenfalls nicht aus, Anwälte haben das Konzept geprüft. “Wir setzen niemanden herab, sondern geben dem Verbraucher nur einen Denkanstoß”, glaubt Schweitzer aber dennoch.

Quelle: wuv.de

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