StudiVZ vermarktet Nutzerdaten 14.12.
Ein Jahr nach der Übernahme von StudiVZ will Holtzbrinck mit dem Studentenportal Kasse machen: Ab Januar sollen die persönlichen Daten der vier Millionen Nutzer vermarktet werden. Eine Änderung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen macht es möglich.
Man wolle damit “einfacher auf die Daten der User zugreifen”, zitiert die “Welt” StudiVZ-Chef Marcus Rieke. “So können wir besser personenbezogene Werbung verschicken.” Über die Plattform soll künftig personalisierte Werbung ausgesteuert werden. Besonders praktisch: Die User haben ihre persönliche Interessen angegeben und können darum ohne Streuverlust erreicht werden. Datenschützern ist das Vorgehen von StudiVZ ein Dorn im Auge: “Wir haben immer davor gewarnt, sein Privatleben in den Internetportalen zu sehr zu präsentieren”, sagte ein Sprecher des Bundesbeauftragten für Datenschutz zur “Welt”. Hier werde “die Unbedarftheit der meist jungen Mitglieder ausgenutzt.”
StudiVZ hält dagegen, dass die Änderung der Geschäftsbedingungen von jedem Nutzer bestätigt werden müssen. Die entsprechenden E-Mails hat das Portal bereits verschickt. Zudem sei der Verkauf von Nutzerdaten an Dritte ausgeschlossen: Es gehe lediglich um Targeting, “wie es auf den meisten führenden werbefinanzierten Websites bereits zum Standard gehört”, betont Rieke.
Quelle: wuv.de


